Snackable Video Content

Snackable Content ist in aller Munde. Ein Begriff, der Appetit macht. Auf mehr. Was sich hinter dem Wort verbirgt und wie man selbst mundgerechte Content-Stücke herstellen kann, darum soll es in diesem Artikel gehen.

Die Formen des Snackable Content

Generell ist mit Snackable Content alles gemeint, was auf den ersten Blick in kurzer Zeit vollständig erfassbar ist, also etwa Kurzvideos, gifs, Zitate und Spruchbilder, Cinemagramme, Memes oder Infografiken. Besonders prädestiniert dafür sind natürlich die Plattformen, die genau für diese Art von Micro Content gedacht sind und bei denen der Beitragsumfang von vorn herein begrenzt ist. Also zum Beispiel Twitter, Vine, Snapchat, Periscope oder etwa die Live-Video und Story-Funktionen von Instagram.

Snackable Video Content

Snackable Content ist viel mehr als nur ein Trend. Im Angesicht des Überangebotes im Internet gerät der eigene Content schnell ans untere Ende der Aufmerksamkeitskette. Unbeachtet und ungeklickt verendet unser kleines Content-Kunstwerk im Schatten derer, die am lautesten poltern. Hier ein einfaches Beispiel: Auf Facebook haben wir im Angesicht eines übermächtigen Angebotes gerade mal 1,7 Sekunden Zeit, die Aufmerksamkeit des Users auf unseren Content zu lenken. Logisch, dass wir da mit bunten Bildern und interessanten Bewegtbildclips mehr reißen können, als mit einem einfachen Text. Denn bevor man überhaupt verstanden hat, um was es in dem Text geht, sind die 1,7 Sekunden auch schon um. Daher ist der Snackable Content sehr oft snackable Video Content. Und das ist für uns als mmpro sehr interessant.

Snackable Content Rezept

Hier ein paar inhaltliche Tipps, die Sie erfolgreiche Content Häppchen erstellen lassen:

Weniger ist mehr – wie immer. In nur bis zu maximal 60 sec. bleibt der Content snackable.

Die stärksten Bilder sollten immer an den Anfang. Ob eine spektakuläre Landschaftsaufnahme, eine halsbrecherische Dolly-Fahrt oder das bezaubernde Lachen des Protagonisten – diese Dinge gehören definitiv gleich mit dem Vorschlaghammer an den Anfang genagelt.

Story is king. Egal, wie kurz Ihr Bewegtbild-Clip ist – um zu überzeugen, braucht es neben tollen und epischen Bildern vor allem eins: Eine Geschichte. Dabei muss nicht unbedingt alles brav von Anfang bis bis zum „und dann lebten sie glücklich bis zum Ende ihrer Tage“ durchdekliniert werden. Es geht vielmehr darum, eine Entwicklung von A nach B zu erzählen, die unterhaltsam, lustig oder auf andere Art eindrücklich ist. Dabei sollte vor allem auf das Erzeugen von Emotionen, Neugier und Spannung gesetzt werden.

Aber: Das Wort Story verleitet schnell zu content, der sich zu einem Festmahl ausweitet. Deshalb bleiben Sie bei einer Aussage. Knapp und schlank. Snackable Content ist nicht der Ort, um noch etwas mehr unterzukriegen.

Love your audience. Die Zielgruppe sollte immer im Blick behalten werden – was interessiert und gefällt dort? Wie lässt sich hier der gute alte Mehrwert initiieren?

Das Format mitdenken. Versuchen Sie, schon in der Produktion mitzudenken, für welche Plattform produziert werden soll. Für LinkedIn oder Instagram etwa eignet sich das 1:1 Format. Die Bilder Ihres Videos können dann bereits in der Produktion so gestaltet werden, dass sie in diesem Format auch zur Geltung kommen.

Quality first.  Das alles heißt nicht, dass einem der Erfolg winkt, nur weil man alle Social Media-Plattformen mit ganz vielen, ganz kurzen Videos überschwemmt. Auch hier hat die Qualität Vorrang vor der Quantität. Das Ganze funktioniert nur, wenn es sich um ein hochwertiges Video mit dem vielfach besungenen Mehrwert handelt. Gerade in einem sehr kurzen Video sollte jeder Schritt genau überlegt sein.

Zarah Ziadi

mmpro Redaktion

 

 

 

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